Im Rahmen seiner Antrittsbesuche hat der Stimmkreisabgeordnete Norbert Dünkel (CSU) den neuen Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen am Sand, Martin Maier, im Rathaus besucht. Bei dem ausführlichen Gespräch tauschten sich Dünkel und Maier über die aktuellen Herausforderungen und die Zukunftsperspektiven der Gemeinde aus.
Der direkte Kontakt zu unseren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern ist mir besonders wichtig, so Dünkel. „Ich gratuliere Martin Maier zu seinem Wahlerfolg und wünsche ihm sowie dem neu gewählten Gemeinderat viel Erfolg, gute Entscheidungen und eine glückliche Hand bei ihren wichtigen Aufgaben. Als Ansprechpartner im Ausschuss für kommunale Angelegenheiten des Landtags werde ich mich weiterhin mit Nachdruck für die Belange unserer Kommunen einsetzen."Finanzielle Unterstützung trifft auf lokale Herausforderungen
Ein zentrales Thema des Gesprächs war die finanzielle Ausstattung der Gemeinde. Dünkel machte dabei deutlich, dass der Freistaat Bayern seine Kommunen weiterhin verlässlich und nachhaltig unterstützt. Die Gemeinde Neunkirchen hat seit 2023 über 2,3 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung zur freien Verfügung vom Freistaat erhalten – allein in diesem Jahr fließen 953.000 Euro nach Neunkirchen.
Auch das gesamte Nürnberger Land profitiert 2026 von einer außerordentlich hohen Förderung: Insgesamt fließen über 91 Millionen Euro aus Schlüsselzuweisungen des Freistaats und aus dem Investitionspaket des Bundes in die Region. Die Staatlichen Zuschüsse steigen für den Landkreis auf knapp 63 Millionen Euro, während aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes weitere 29 Millionen Euro ins Nürnberger Land fließen.
Trotz dieser substanziellen Unterstützung steht Neunkirchen, wie viele bayerische Kommunen, vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Bürgermeister Martin Maier erläuterte, dass er von Amtsvorgänger Jens Fankhänel sehr geordnete Finanzen übernehmen konnte. Steigende Ausgaben – insbesondere für die Kinderbetreuung, die Kläranlage sowie den kommunalen Straßenbau – bei gleichzeitig konjunkturell bedingten Steuereinnahmerückgängen können aber eine Schieflage im Gemeindehaushalt verursachen. Er wies darauf hin, dass die Gemeinde Neunkirchen trotz der Rekordunterstützung aus München in den kommenden Jahren möglicherweise gezwungen sein werde, Schulden für die Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben aufzunehmen. Die Ausgaben seien definitiv kein Luxus, sondern werden von der Gemeinde zurecht erwartet. Laut Bürgermeister Maier ist es daher wichtiger denn je, dass es auf allen Ebenen nach Wegen gesucht werde, um den Kommunen wieder mehr finanzielle Spielräume zu verschaffen. Neben einer kritischen Überprüfung des Kreishaushaltes gehöre dazu auch die Reduzierung der Auflagen von Staat, Bund und Europa auf ein gesundes Maß.
Dünkel, der aus seiner langjährigen Tätigkeit im Stadtrat Hersbruck die kommunalen Herausforderungen gut kennt, versicherte sein Verständnis. Er ordnete ein, dass Bayern zwar nur für einen begrenzten Teil der Vorschriften verantwortlich sei, der Bürokratieabbau aber dennoch ganz oben auf der Agenda der Staatsregierung stehe.
Bayern geht beim Bürokratieabbau voran
Gerade im Hinblick auf die Forderung nach schnelleren Verfahren setzt der Freistaat ein starkes Zeichen: Mit dem kürzlich in Kraft getretenen Bayerischen Modellregionengesetz – dem sogenannten „Einfach-mal-machen-Gesetz" – können sich Gemeinden, Landkreise und Verwaltungsgemeinschaften seit dem 16. Mai 2026 als Modellregionen bewerben und befristet von bestimmten Landesvorschriften abweichen. Ziel ist es, Verwaltungsverfahren zu vereinfachen, zu beschleunigen und praxistaugliche Lösungen direkt vor Ort zu erproben.
„Das ist ein echter Paradigmenwechsel: Weniger Vorschriften, schnellere Verfahren, mehr Vertrauen vor Ort. Was sich bewährt, soll Schritt für Schritt auf ganz Bayern übertragen werden", erklärte Dünkel.
