Dünkel besucht Bauunternehmen Maisel in Hohenstadt: „Handwerk hat goldenen Boden – und eine glänzende Zukunft"

Tag der Ausbildung in Bayern

10.06.2026 | Hohenstadt/Nürnberger Land
MdL Norbert Dünkel (l.) besuchte anlässlich des Tages der Ausbildung das Bauunternehmen Maisel und informierte sich bei Geschäftsführer Jörg Maisel (r.) über das Ausbildungskonzept des Betriebs.
MdL Norbert Dünkel (l.) besuchte anlässlich des Tages der Ausbildung das Bauunternehmen Maisel und informierte sich bei Geschäftsführer Jörg Maisel (r.) über das Ausbildungskonzept des Betriebs.

Anlässlich des Bayerischen Tags der Ausbildung besuchte der Landtagsabgeordnete Norbert Dünkel (CSU) die Maisel Bauunternehmung GmbH in Hohenstadt. Im Gespräch mit Geschäftsführer Jörg Maisel zeigte sich: Vorbildliche Ausbildungskultur und gelebtes Miteinander machen dieses Familienunternehmen zu einem Leuchtturm der beruflichen Bildung im Nürnberger Land.

Auf Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales findet jährlich der „Bayerische Tag der Ausbildung" statt. Staatsministerin Ulrike Scharf rief alle politischen Mandatsträger dazu auf, den Tag mit Unternehmensbesuchen zu begleiten und ein sichtbares Zeichen für die duale Ausbildung zu setzen – dieser Einladung folgte Norbert Dünkel mit einem Besuch bei Maisel in Hohenstadt.

Der Hintergrund ist dabei durchaus ernst: Die angespannte wirtschaftliche Lage hinterlässt auch auf dem bayerischen Ausbildungsstellenmarkt ihre Spuren, die Zahl der angebotenen Stellen ist leicht rückläufig. Gleichzeitig wächst bei Jugendlichen das Interesse an einer Berufsausbildung – umso wichtiger, Betriebe und junge Menschen zielgerichtet zusammenzubringen. „Gerade in schwierigen Zeiten müssen wir laut und deutlich sagen: Eine Ausbildung lohnt sich – für die jungen Menschen und für unsere gesamte Wirtschaft", so Dünkel.

Maisel Bau: Tradition, Qualität und Leidenschaft fürs Handwerk

Maisel Bauunternehmung ist ein gewachsenes Familienunternehmen mit tiefen Wurzeln in der Region. Das Unternehmen steht für handwerkliche Qualität, Verlässlichkeit und eine enge Verbundenheit mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – Werte, die in der heutigen Arbeitswelt keineswegs selbstverständlich sind. Geschäftsführer Jörg Maisel führt das Unternehmen mit dem Bewusstsein, dass der langfristige Erfolg eines Betriebs untrennbar mit der Qualität seiner Ausbildung verknüpft ist.

Bei Maisel werden Auszubildende in mehreren Berufsfeldern ausgebildet: Maurer, Stahlbetonbauer, technische Zeichner sowie in kaufmännischen Berufen. Derzeit absolvieren rund acht junge Menschen ihre Ausbildung im Unternehmen, jährlich kommen etwa drei neue Auszubildende hinzu. Dabei ist es Jörg Maisel wichtig, nicht allein auf Quantität zu setzen, sondern vor allem auf eine intensive, persönliche Begleitung der Azubis. Neben einem erfahrenen Ausbilder kümmert sich ein eigens eingesetzter Ausbildungsleiter um die jungen Nachwuchskräfte – und das weit über das rein Fachliche hinaus: Er steht den Azubis auch bei schulischen Herausforderungen und persönlichen Anliegen zur Seite. „Bei uns hält man zusammen. Das ist für uns als Familienunternehmen keine Floskel, sondern gelebter Alltag", so Jörg Maisel.

Engagement zahlt sich aus – Bayerns bester Maurer-Azubi kommt aus Happurg

Die Suche nach geeigneten Auszubildenden ist für den Betrieb dabei aber kein Selbstläufer. Mit aktivem Engagement auf Ausbildungsmessen und gezieltem Social Media Marketing gelingt es dem Unternehmen jedoch, seine Ausbildungsplätze zu besetzen. Weil sich immer mehr Abiturienten für eine Ausbildung entscheiden steigt auch das Leistungsniveau. 

Ein Highlight 2025 war die Auszeichnung von Anton Suschke, Azubi der Maisel BU, der kürzlich als bester Maurer-Azubi Bayerns ausgezeichnet wurde – eine Leistung, die exemplarisch zeigt, welches Potenzial in der dualen Ausbildung steckt. „Das zeigt, was möglich ist, wenn ein engagiertes Unternehmen und ein talentierter junger Mensch zusammenkommen. Darauf kann man zurecht sehr stolz sein", so Dünkel.

Dünkel: „Handwerk verdient mehr gesellschaftliche Anerkennung"

Dünkel zog nach dem Besuch ein klares politisches Fazit: „Der Betrieb Maisel steht für das, was die duale Ausbildung in Bayern so stark macht: Leidenschaft, Verantwortung und echtes Miteinander. Ein solches Unternehmen verdient unsere volle Unterstützung." Die Anerkennung von Handwerk und Ausbildung müsse in der Gesellschaft weiter wachsen: „Wer eine Ausbildung absolviert, wählt keinen Weg zweiter Klasse. Ein Handwerksberuf bietet heute hervorragende Perspektiven, oft sogar bessere als ein Studium. Das müssen wir viel selbstbewusster kommunizieren."

Diese Überzeugung wird auch durch die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt des Nürnberger Landes untermauert: Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für Mai 2026 zeigen, dass 690 Bewerberinnen und Bewerber auf 590 gemeldete Ausbildungsstellen treffen. Obwohl rechnerisch mehr Jugendliche einen Platz suchen, bleiben gleichzeitig 300 Ausbildungsstellen unbesetzt, während 360 junge Menschen noch unversorgt sind. „Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass es nicht am Willen der Jugendlichen mangelt, sondern daran, Bewerber und Betriebe passgenau zusammenzubringen", so Dünkel. „Engagierte Unternehmen wie Maisel, die aktiv ausbilden und gezielt um Nachwuchs werben, leisten dabei einen unverzichtbaren Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region. Es ist unsere Aufgabe als Politik, diese Brücken zu stärken und die duale Ausbildung noch attraktiver zu machen."