Wie wird das Bauen in Bayern schneller, günstiger und zukunftsfähiger? Diese Frage stand im Mittelpunkt der diesjährigen Sommerlounge der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag unter dem Motto „Build in Bavaria". Rund 550 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen dabei auf den Arkaden des Landtags zusammen – darunter auf Einladung von Landtagsabgeordnetem Norbert Dünkel auch Lydia Dotzler-Herbst aus Schnaittach.
Die Bauingenieurin leitet seit vielen Jahren das Familienunternehmen Dotzler Bau und gilt als ausgewiesene Kennerin ihrer Branche. Für Norbert Dünkel war es deshalb selbstverständlich, sie nach München einzuladen: „Lydia Dotzler-Herbst steht für genau das, was bayerisches Bauen ausmacht: handwerkliche Kompetenz, unternehmerischen Mut und familiäre Verwurzelung in der Region. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus dem Alltag eines mittelständischen Bauunternehmens sind Gold wert – und genau solche Stimmen brauchen wir in der politischen Debatte."Eine Branche im Wandel – und neue gesetzliche Weichenstellungen
Nach einem Grußwort des Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek diskutierte die Abgeordneten mit einem hochkarätigen Podium: Indra Stachowski von der UniCredit Bank, Professorin Dr. Karin Schmid von der Hochschule München, Architektin und Unternehmerin Lorin Rüttger sowie Bauingenieur Raffael Diepold beleuchteten die drängenden Fragen der Branche – von digitalen Lösungen über den Umgang mit dem Gebäudebestand bis hin zu Herausforderungen bei Projektentwicklung und Bauausführung.
Breite Zustimmung fanden dabei die zuletzt auf den Weg gebrachten Modernisierungsgesetze der Bayerischen Staatsregierung. Bayern hat in den vergangenen Monaten mit mehreren aufeinanderfolgenden Reformschritten das Baurecht grundlegend modernisiert. Das Bayerische Bauturbo-Gesetz erleichtert insbesondere den Umbau und die Sanierung bestehender Gebäude für Wohnzwecke, indem Einzelfallentscheidungen reduziert und Erleichterungen bei Brandschutz, Schall- und Wärmeschutz sowie Raumhöhen gebündelt werden. Zahlreiche Bauvorhaben, die früher genehmigungspflichtig waren, sind nun verfahrensfrei – darunter viele Dachgeschossausbauten und Nutzungsänderungen zu Wohnzwecken. Die Geltungsdauer von Baugenehmigungen wurde verlängert, die digitale Antragstellung zur Regel gemacht. Kurzum: weniger Bürokratie, mehr Planbarkeit, schnellere Verfahren.
„Das sind keine kleinen Korrekturen, sondern echte Entlastungen für alle, die bauen wollen", so Norbert Dünkel. „Gerade für mittelständische Unternehmen wie Dotzler Bau im Nürnberger Land bedeuten Rechtssicherheit und schnelle Genehmigungen, dass Projekte tatsächlich realisiert werden können – und das schafft Arbeitsplätze, sichert Ausbildungsplätze und stärkt unsere Region."
Der Tenor auf dem Podium war eindeutig: Die Reformen gehen in die richtige Richtung. Was es jetzt braucht, sind Konsequenz und Verlässlichkeit. „Wir müssen die Wirtschaftlichkeit wieder herstellen und das Bauen insgesamt endlich billiger machen", lautete das gemeinsame Fazit der Expertinnen und Experten.
Bauen ist mehr als ein Wirtschaftsthema – auch im Nürnberger Land
Die Baubranche ist im Landkreis Nürnberger Land ein zentraler Wirtschafts- und Gesellschaftsfaktor. Wenn Bauen wieder wirtschaftlich wird, profitiert davon die gesamte Gesellschaft: Familien, die ein Eigenheim anstreben, Kommunen, die Infrastruktur benötigen, und Unternehmen, die Flächen für Investitionen suchen.
