Wo Demokratie erlebbar wird

Landtagsfahrt mit Vereinen und Ehrenamtlichen aus dem Nürnberger Land

20.07.2026 | München / Nürnberger Land
Mitglieder des Trachtenvereins Henfenfeld und der First Responder der Feuerwehr Pommelsbrunn folgten der Einladung von MdL Norbert Dünkel in den Landtag. Foto: M. Keilholz
Mitglieder des Trachtenvereins Henfenfeld und der First Responder der Feuerwehr Pommelsbrunn folgten der Einladung von MdL Norbert Dünkel in den Landtag. Foto: M. Keilholz

Gleich drei Gruppen engagierter Bürgerinnen und Bürger aus dem Nürnberger Land besuchten kürzlich auf Einladung von CSU-Landtagsabgeordnetem Norbert Dünkel den Bayerischen Landtag in München. Mit dabei: die Mitglieder des TSV Neunhof, der im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Vereinsjubiläum feierte, der Trachtenverein Henfenfeld sowie die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Pommelsbrunn. Unterschiedliche Gruppen – verbunden durch dasselbe Fundament: gelebtes Ehrenamt für ihre Heimat.

Das Programm verband bayerisches Lebensgefühl mit einem echten Blick hinter die Kulissen der Landespolitik. Nach einer freien Erkundung der Münchner Innenstadt trafen sich trafen sich die Gäste von Norbert Dünkel zum Mittagessen im traditionsreichen Schneider Bräuhaus – bayerisch, bodenständig, passend zum Anlass. Anschließend führte der Weg zu Fuß hinauf zum Maximilianeum, dem imposanten Sitz des Bayerischen Landtags hoch über der Isar.

Eine Hausführung gewährte faszinierende Einblicke in Geschichte und Architektur des Gebäudes, ein Film über die Arbeit des Parlaments bereitete den Boden vor – bevor es in den Plenarsaal selbst ging: Auf den Plätzen der Abgeordneten Platz nehmen, den Raum auf sich wirken lassen und dann in eine lebhafte Diskussion mit Norbert Dünkel einsteigen. Ein Erlebnis, das bei keiner der Gruppen ohne Eindruck blieb.

Sicherheit neu denken – Katastrophenschutz als Gemeinschaftsaufgabe

Ein zentrales Thema war die Sicherheitslage in Bayern und Deutschland – ein Thema, das gerade für die First Responder der FF Pommelsbrunn unmittelbar zur täglichen Arbeit gehört. Als Sprecher der CSU-Fraktion für Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutz kennt Norbert Dünkel die Herausforderungen aus erster Hand: Die geopolitische Lage hat sich verändert, und gleichzeitig nehmen Naturkatastrophen zu – wie zuletzt die heftigen Unwetter im Raum Nürnberg eindrücklich gezeigt haben.

„Wir müssen uns in den Blaulichtorganisationen, aber auch in der Gesellschaft auf neue Herausforderungen einstellen, uns darauf vorbereiten", betonte Dünkel. Was es dafür braucht: verlässliche Strukturen vor Ort, ein dichtes Netz an Katastrophenschutzzentren, ausreichend Material und mehr Einsatzkräfte. Der Abgeordnete steht hierzu im engen Austausch mit den Verbänden – die Weiterentwicklung des bayerischen Katastrophenschutzkonzepts schreitet voran, auch der Bund erhöht seine Mittel in diesem Bereich. Auf die Frauen und Männer der Hilfsorganisationen, die in solchen Lagen Herausragendes leisten, könne man zu Recht stolz sein.


Die Gruppe des TSV Neunhof mit MdL Norbert Dünkel im Landtag. Foto: M. Keilholz 

Ehrenamt: Unverzichtbar – und unter Druck

Ob Brauchtumspflege, Vereinssport, Katastrophenschutz oder Erstversorgung: Alle Gäste dieser Landtagsfahrt eint, dass sie freiwillig Verantwortung übernehmen – für ihre Mitmenschen, ihre Dörfer, ihre Heimat. Norbert Dünkel dankte seinen Gästen herzlich und brachte seine Wertschätzung klar zum Ausdruck: Sie alle stünden stellvertretend für das, was den Nürnberger Land zusammenhält und lebenswert macht.

Zugleich sprach er offen über eine wachsende Sorge: Freiwillige zu finden wird schwerer – und Vorstands- oder Führungsaufgaben zu besetzen, ist für viele Vereine und Organisationen längst zur echten Herausforderung geworden. Finanzielle Anreize allein werden daran wenig ändern, ist Dünkel überzeugt. Die Gesellschaft habe sich verändert – Lebensentwürfe sind vielfältiger, Zeitbudgets knapper, die dauerhafte Bindung an einen Verein für viele keine Selbstverständlichkeit mehr.

Umso wichtiger sei es, das Bewusstsein für den Wert des Ehrenamts neu zu schärfen – und ehrlich zu benennen, was auf dem Spiel steht: Denn wo sich niemand mehr findet, der anpackt und Verantwortung übernimmt, verlieren Gemeinschaft und Zusammenhalt ihren Boden.

Lebhafte Diskussionen – politisch nah und regional verwurzelt

Die Fragerunden im Plenarsaal zeigten wie wach das politische Interesse in der Region ist. Diskutiert wurde u. a. über den Bayerischen Finanzausgleich und seine Bedeutung für die Kommunen, über Geisterbusse im ÖPNV, den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie das Nachwuchsproblem im Ehrenamt und was die Politik hiergegen tun könne.

Norbert Dünkel erklärte abschließend „Der Bayerische Landtag ist kein abgehobenes Gebäude irgendwo in München – er gehört den Menschen in Bayern. Wer einmal selbst im Plenarsaal gesessen hat, spürt das. Die Fragen, die gestellt wurden, zeigen: Das politische Interesse im Nürnberger Land ist lebendig – und genau das braucht unsere Demokratie."

Solche Begegnungen seien ihm eine Herzensangelegenheit, betont Dünkel. Der direkte Austausch mit engagierten Menschen aus der Region – auf Abgeordnetenstühlen im Herz der bayerischen Demokratie – mache deutlich, wofür Politik am Ende des Tages da ist: für die Menschen vor Ort.

 

Sie möchten selbst den Bayerischen Landtag besuchen? Melden Sie sich jederzeit im Büro von Norbert Dünkel: 09123 999 0050 | buergerbuero2@norbert-duenkel.de